Kommt alle zu mir (Predigt 14. So im JK)

14. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

Predigt von Pfarrer Mag. Georg Fröschl,Schriftstellen des Tages: Sach 9, 9-10 | Röm 8, 9.11-13 | Evangelium: Mt 11, 25-30

Kommt alle zu mir....

Vor 28 Jahren feierte ich am 2. Juli meine erste Messe in meiner Heimat in Maria Bründl. Auf meinen Primizbildchen stand der Spruch aus dem heutigen Sonntags-Evangelium: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin von Herzen demütig.

Drei Gedanken zu dieser Bibelstelle möchte ich mit euch teilen:

  1.  Jesus weiß um unsere Plage
    Jesus weiß, dass unser Leben immer wieder belastet ist. Durch selbst verschuldetet Lasten, die wir uns aufbürden (z.B. durch übertriebenen Ehrgeiz), durch Leid und Schicksal, das uns widerfährt und durch Lasten der Vergangenheit, die wir ablegen könnten.
  2. Jesus sagt: Kommt alle zu mir...
    Jesus sagt nicht: Ihr müsst von allen Lasten frei werden – und sie vielleicht geschickt an andere abgeben, sondern er lädt uns ein, zu ihm zu kommen: bei ihm können wir ausruhen, bei ihm dürfen wir so sein, wie wir sind, bei ihm dürfen wir auch Lasten ablegen. Und zwar alle dürfen kommen, nicht nur Christen.
  3. Jesus sagt: Lernt von mir...
    Was können wir von Jesus lernen? Wir können von ihm, der Fleisch geworden ist und so alle Begrenzungen menschlichen Lebens auf sich genommen hat, lernen, JA zu uns und zu unseren Begrenztheiten zu sagen. Das wird uns Ruhe verschaffen und unsere Lasten leichter machen. Erst die Liebe, die aus einem freien Herzen kommt, lässt so manche Last leichter werden.