Bilder aus dem Pfarrleben
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brotbrechen  - Text zum Gründonnerstag

und als er seinen freunden sagen wollte

was wichtig ist unter uns menschen

um leben zu können miteinander

da sagte er

jeder müsse für jeden brot werden

lebendiges brot

und jeder müsse für jeden ein guter trank werden

nicht gift

nicht essig


und da nahm er ein stück brot

hielt es seinen jüngern unter die augen


- die dachten was kommt jetzt -

dann brach er das brot und sagte

das bin Ich

und teilte das brot

gab jedem ein stück

und sagte

esst mich

nehmt mich in euch auf

lasst mich in euer fleisch und blut übergehen


das gleiche tat er auch mit dem wein

man kann nur brot für einen anderen menschen werden

wenn man sich aufessen lässt


das hat er nicht bloß mit worten gesagt

sondern in einem zeichen

in der handlung mit dem brot und dem wein


und jetzt kommt noch ein wichtiger satz an die jünger

tut das zu meinem andenken zu meinem gedächtnis


damit meinte er nicht bloß

wir sollten diese zeremonie endlos wiederholen

er meinte

wir sollten uns auch teilen und brechen

unser leben darreichen für die anderen

dass sie leben können

wir sollten brot werden und wein


von bloßen zeremonien kann keiner leben

die zeremonien sind das geschenkpapier

worauf es aber ankommt ist das was darin steckt

die gegenwart christi ist nicht nur das Essen der Hostie

sondern auch eine geistige einverleibung


spüren wir

was da von uns verlangt ist

kein handlangerdienst

sondern selbst ein bisschen brot und wein sollten wir werden

Wilhelm Willms
(aus: neu und älter als gedacht
nur ein schlüssel und türen gehen auf; Kevelaer 1994, Verlag Butzon & Bercken)


 

Heute, 19.5.2012

Heilige/r des Tages:
Hl. Kuno von Regensburg,  Hl. Maria Bernarda (Verena) Bütler,  Hl. Cölestin V

Lesung: Apg. 18,23-28.

Evangelium: Joh. 16,23b-28.

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