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3. Sonntag der Osterzeit: Ostern will gelernt seinOstern will gelernt sein! – So scheint es, wenn man die Evangelien der Osterzeit aufmerksam liest oder hört. Denn was Auferstehung bedeutet, das haben die Jünger nicht mit einem Mal begriffen, darüber haben sie erst allmählich Klarheit bekommen. Und immer wieder ist es so, als ob sie eine bereits gewonnene Erfahrung noch einmal machen müssten, um am Ende zur Überzeugung zu gelangen: Der Herr ist wirklich auferstanden! Geht es uns nicht ähnlich? Wir haben vor zwei Wochen Ostern gefeiert – für uns Christen ist es das Fest aller Feste. Aber prägt Ostern wirklich unser Leben? Oder verflachen Freude und Hoffnung sehr schnell wieder im Alltagstrott? – Deswegen müssen wir uns wie die Jünger immer wieder neu auf eine Begegnung mit dem Auferstandenen und auf ein neues Sehen einlassen. Jesus selbst ist unser Lehrmeister. Die Evangelien selbst weisen darauf hin, dass es Jesus selbst wichtig ist, sich seinen Jüngern zu zeigen. Er kommt in ihre Mitte und teilt mit ihnen sein neues Leben – und zwar ohne dass man nach ihm ruft. Er offenbart sich ganz von selbst. So geht es Maria von Magdala, den Emmausjüngern, den Jüngern in Jerusalem, die sich aus Furcht vor den Juden eingeschlossen haben, und so geht es auch jenen, die wieder nach Galiläa zurückgekehrt sind, um ihren Beruf als Fischer wieder aufzunehmen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass uns Jesus selbst schrittweise in die Erfahrung der Osterfreude führt. Jeden auf seine Weise. Interessant ist, dass die Offenbarungen Jesu vor den Jüngern nach seiner Auferstehung meist mit einem Mahl verbunden sind. Das Mahl ist schon bereitet – und die Jünger bringen nur mehr das Ihre ein. Kommt her und esst. Das dürfen auch wir immer wieder erfahren – besonders jetzt in der gemeinsamen Eucharistie.
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