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7. Sonntag der Osterzeit: Ohne Liebe zerbricht jede Einheit
Je älter ich werde, umso deutlicher wird mir, dass Einheit und Frieden nicht allein eine Sache von Organisation und Ordnung sind. Eine von Menschen hergestellte Einheit kann oft nur etwas Vorübergehendes sein; organisierte Einheit braucht meist Gewalt und muss Vielfalt unterdrücken. Ein Beispiel dafür sind die Großreiche in der Geschichte, die ja dann immer auch zerfallen sind: ob das jetzt das Reich Alexanders des Großen war, das römische Reich oder das kommunistische Regime des Ostens. Trotzdem ist die Einheit wichtig, ein Herzenswunsch von Jesus und auch die Sehnsucht vieler Menschen. Wenn Jesus zum Vater betet: „Alle sollen eins sein!“ meint er damit sicher nicht die Uniformität der Menschen, auch nicht ein großes politisches Reich und auch nicht die römisch-katholische Kirche. Die Einheit, um die Jesus betet hat seinen Ursprung in einer tiefen Liebes-Beziehung, denn Jesus betet: „Alle sollen eins sein, wie du Vater in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein…“ Ohne Liebe gibt es also keine Einheit. Das bedeutet: Wir können die Einheit nur vorbereiten, indem wir der Liebe Raum geben; indem wir uns in die Beziehung mit Gott und in seine Liebe einlassen. Im Alltag haben wir dazu immer wieder Gelegenheit: Wenn wir versuchen, einander zu verstehen, voneinander zu lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen, immer wieder neu Versöhnung zu üben…. Auch wenn wir nicht immer der Liebe Gottes entsprechen, ist es wichtig, dass wir uns der Liebe immer wieder öffnen:
So ist es verständlich, dass Jesus betet: „Vater, ich habe ihnen deinen Namen (sprich: deine Liebe) bekannt gemacht und werde ihn (sie) bekannt machen, damit deine Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin.“ AMEN – SO SOLL ES SEIN!
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Heilige/r des Tages:
Hl. Kuno von Regensburg, Hl. Maria Bernarda (Verena) Bütler, Hl. Cölestin V
Lesung: Apg. 18,23-28.
Evangelium: Joh. 16,23b-28.