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Fronleichnam: Essen ist immer wichtig

 

Was ist dein Lieblingsessen?

  • Essen ist ein Grundbedürfnis des Menschen, es hält nicht nur Leib und Seele zusammen, es ermöglicht auch Gemeinschaft und Austausch.
  • Überall, wo es bei einer Veranstaltung etwas zum Essen gibt, da kommen auch Leute.
  • Wenn es in der Bibel um Essen geht, geht es immer auch um das Leben. Ich könnte es kurz sagen: Essen ist Leben.

Da wo kein Essen ist, wo Hungersnot herrscht, da ist auch das Leben in Gefahr. Ich denke an das Volk Israel in der Wüste, aber auch an die Situation, die uns im heutigen Evangelium geschildert wird.

Hier geht es um die Frage: „Was sollen wir tun, wenn das Essen ausgeht?" oder anders ausgedrückt: „Was tun, wenn wir im Leben Mangel erfahren - Ressourcenknappheit?"

  • Resignieren und sich dem Schicksal überlassen?
  • Um ein Wunder bitten? Gott soll alles richten – und zwar gleich!
  • Oder mit letzter Kraftanstrengung doch noch alles aus unseren Möglichkeiten herausholen.

Welche Antwort gibt uns das Evangelium? - Ich sehe in der heutigen Frohbotschaft drei Impulse als Antwort:

  1. Wir dürfen nicht die Hände in den Schoss legen. Jesus sagt: Gebt ihr ihnen zu essen! Und damit ist jetzt nicht nur eine Mahlzeit gemeint. Er sagt uns damit: Ihr seid füreinander verantwortlich. Ihr habt etwas zu geben, ihr könnt einander stärken. Es reicht oft eine kleine Gabe (5 Brote und 2 Fische). Jeder kann etwas einbringen. Auch wenn wir meinen: „Was hab denn ich schon zu geben!"
  2. Jesus fordert die Menschen auf, sich in Gruppen zu setzen. Zur Stärkung des Lebens ist die Gemeinschaft wichtig. Ob das jetzt der Fußballverein ist, der Kirchenchor, oder die Sonntagsmesse. Leben braucht Gemeinschaft, Vernetzung, Beziehungen.
  3. Jesus segnet die Gaben und lässt sie austeilen. Was bedeutet „die Gaben segnen?" Es kommt darauf an, mit welcher Gesinnung wir unser Leben teilen. Wenn wir Angst vor dem Zuwenig haben, werden wir uns nicht richtig öffnen können, und am eigenen festhalten. Wenn wir es im Vertrauen auf Gott tun, in Dankbarkeit und Demut, dann können wir vielleicht eine wunderbare Erfahrung machen: nämlich dass mehr als genug für alle da ist! Es bleiben sogar noch 12 Körbe voll über.

Die Eucharistiefeier ist auch ein Essen, ein Mahl, wo genau dasselbe geschieht.

  1. Wir bringen uns ein mit unseren Gaben, ein jeder mit dem, was er hat.
  2. Wir versammeln uns dazu in einer Gemeinschaft, die oft sehr bunt und zusammengewürfelt ist.
  3. Durch den Segen Gottes empfangen wir Kraft, sodass wir mit mehr nach Hause gehen, als womit wir gekommen sind. Und es bleibt noch genug über.
  4. Das Geheimnis der Eucharistie (Fronleichnam) ist also ein Bild für Wandlung und Lebensvermehrung. – Ich wünsch uns allen immer wieder solche Erfahrungen.

 

Heute, 19.5.2012

Heilige/r des Tages:
Hl. Kuno von Regensburg,  Hl. Maria Bernarda (Verena) Bütler,  Hl. Cölestin V

Lesung: Apg. 18,23-28.

Evangelium: Joh. 16,23b-28.

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