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12. Sonntag im Jahreskreis: Kreuzesnachfolge und SelbstverleugnungIch möchte heute zum letzten Teil des Evangeliums etwas sagen: zur Kreuzesnachfolge und zur Selbstverleugnung Das sind zwei Schlagworte, die in der christlichen Tradition eher einen negativen Beigeschmack haben; ich möchte sie positiv deuten, so wie ich sie verstehe, und wie ich auch glaube, dass sie gemeint sind: Gott hat uns Menschen nicht dazu erschaffen, damit wir leiden und damit wir uns selbst verleugnen. Im Gegenteil: Gott hat uns zum Leben gerufen. Im Johannesevangelium steht der Satz aus dem Munde Jesu: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Und es ist dann die Rede vom Weide finden, vom Behütet sein..... All das sind Vergleiche, die Jesus sehr oft gebraucht, um uns zu sagen: Gott hat dich lieb. Er schätzt dich. Er möchte, dass du dich entfalten kannst, dass du lebst. Doch wir haben oft einen zu engen Begriff vom Leben: wir meinen das Leben bestünde darin, viel zu unternehmen, viel zu machen und zu organisieren. Wir möchten viel genießen und auf unsere Rechnung kommen. Und so übersehen wir, dass eigentlich vieles ohne unser Zutun geschieht: das Ein und Ausatmen, das Schlagen des Herzens, es wird Tag und es wird Nacht, ohne dass wir viel dazu tun..... Selbstverleugnung heißt nun: Kreuzesnachfolge: Das Leben verlieren heißt, es loslassen hinein in größere Zusammenhänge. Wer dies tut, der gewinnt eine neue Fülle hinzu. Selbstverleugnung und Kreuzesnachfolge führen also zum Leben.
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Heilige/r des Tages:
Hl. Kuno von Regensburg, Hl. Maria Bernarda (Verena) Bütler, Hl. Cölestin V
Lesung: Apg. 18,23-28.
Evangelium: Joh. 16,23b-28.