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13. Sonntag im Jahreskreis: Entscheidungen am WegEntscheidungen zu treffen, ist nicht immer eine leichte Sache. Wichtige Entscheidungen müssen zwar gut überlegt sein, doch manchmal drücken wir uns vor einem konkreten Entschluss mit logisch klingenden Ausreden. Sören Kierkegaard sagt: Es ist kaum zu glauben, wie schlau und erfinderisch Menschen sind, um Entscheidungen aus dem Weg zu gehen. Im heutigen Evangelium geht es auch um dieses Thema: Jesus hat den Entschluss gefasst, nach Jerusalem hinaufzugehen. Jerusalem ist für den Evangelisten Lukas der Ort der Vollendung, der Ort der Entscheidung, wo Jesus seinen Auftrag auch gegenüber den politischen und religiösen Machthabern vertreten wird. Diesen Weg kann nur der gehen, der entschieden ist. Jesus will dabei keine fanatische Anhängerschaft, die alles aus dem Weg räumt, was auf dem Weg hinderlich sein könnte. Die Jünger, die das Dorf anzünden wollen, weist er zurecht. Er braucht auch nicht die schnellen Ja-Sager, die ihren Entschluss aus oberflächlichem Enthusiasmus getroffen haben. Wer seinen Weg gehen will, der muss in Gott beheimatet sein und darf sich nicht an die Sicherheiten klammern, die ein Vorwärtsschreiten unmöglich machen. Es geht sicherlich nicht darum, alle menschlichen Bedürfnisse aufzugeben, sondern Jesus braucht Menschen, die bereit sind, immer wieder aufzubrechen und sich nicht in den täglichen Gewohnheiten verlieren. Teilhard de Chardin beschreibt diese Einstellung, die zum Reich Gottes nötig ist, in einem Bild von Ausflüglern, die aufgebrochen sind, einen schwierigen Gipfel zu ersteigen; Nach einigen Stunden hat sich die Mannschaft in drei Gruppen aufgeteilt: Die einen bedauern, die Herberge verlassen zu haben. Die Müdigkeit, die Gefahren scheinen ihnen in keinem Verhältnis zu der Bedeutung eines Gelingens zu stehen. Sie entscheiden sich zurückzukehren. Die zweiten fragen sich, als sie bei einem schönen Aussichtsplatzerl angekommen sind, weshalb sie noch höher steigen sollen? Und sie legen sich ins Gras in der Erwartung der Stunde des Picknicks. Wieder andere schließlich wenden ihre Augen nicht vom Gipfel, den sie erreichen möchten. Nach einer angenehmen Rast brechen sie von neuem auf. Wer Gottes Verheißungen erleben will, der muss immer wieder aufbrechen und alte vermeintliche Sicherheiten eintauschen im Vertrauen, dass Gott die größte Sicherheit und die tiefste Erfüllung ist – erlebbar schon in dieser Welt.
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Heilige/r des Tages:
Hl. Kuno von Regensburg, Hl. Maria Bernarda (Verena) Bütler, Hl. Cölestin V
Lesung: Apg. 18,23-28.
Evangelium: Joh. 16,23b-28.