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17. Sonntag im Jahreskreis: Die Liebe ist es, die die Welt am Leben erhältDie Geschichte von der Diskussion Abrahams mit Gott beleuchtet in erster Linie nicht die Verdorbenheit einer Stadt, sondern das Gewähren von Leben auf Grund einer kleinen gerechten Minderheit: Wenn es nur 10 Gerechte in der ruchlosen Stadt Sodom gegeben hätte, dann hätten diese die Stadt retten können. Denn in diesen Wenigen wird Gottes Barmherzigkeit offenbar: Gott ist einer, der das geknickte Rohr nicht bricht und den glimmenden Docht nicht auslöscht ... Gott hat dem Volk Abrahams zugemutet, als Minderheit in einer andersdenkenden Welt, eine gerechte Gesellschaft zu verwirklichen. Die Wenigen hätten Sauerteig sein können, damit eine Gesellschaft, die von Gewalt und Menschenmissachtung geprägt war, wieder eine Stadt des Lebens und der Menschlichkeit wird. 10 Menschen hätten dazu genügt. Oder anders ausgedrückt: Die Liebe ist es, die die Welt am Leben erhält, auch wenn sie nur wie ein Samenkorn groß ist. Wir Christinnen und Christen sind oft auch eine Minderheit in der teilweise auch sehr brutalen und menschenverachtenden Gesellschaft. Man denke nur an die Geschehnisse von Missbrauch und Gewalt, die die Medien in letzter Zeit aufgedeckt haben. Wie müssen wir als Kirche leben, damit die Verheißung an uns, den Kindern Abrahams, wahr wird: Ihr sollt ein Segen sein für die Völker? Das Vater unser, jenes Gebet mit den schlichten und doch so tiefen Bitten, hilft uns ein wenig hinein in eine Gesinnung, die das Leben zulässt und schafft. Bitten wir, dass Gottes Reich komme und unter uns wächst.
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Heilige/r des Tages:
Hl. Kuno von Regensburg, Hl. Maria Bernarda (Verena) Bütler, Hl. Cölestin V
Lesung: Apg. 18,23-28.
Evangelium: Joh. 16,23b-28.