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Alle Jahre wieder AdventAlle Jahre wieder Advent: dieselben Feiern, dieselben Bräuche, dieselben Rituale ... Ich frage mich und uns alle: Was erwarten wir eigentlich vom Advent, von dem Kommenden, von der Zukunft? – Oder sollen unsere Rituale eher vor dem Kommenden bewahren? Dienen die Adventbräuche eher dazu, uns vor einer unsicheren Zukunft in ein kuscheliges Heim zurückzuziehen? – Manchmal ertappe ich mich, dass ich zumindest für kurz die Zeit in die unbeschwerte Kinderzeit zurückkehren möchte, um das unschuldige Glück und die Geborgenheit neu zu erleben. – Doch ich weiß, dass das Flucht vor der Realität wäre. Deshalb finde ich es gut, dass die Texte der Bibel gleich zum Beginn vom Advent Aufwecker-Texte sind. Diese Texte sprechen von einer Dynamik, die sich teils in schrecklichen Geschehnissen kundtut, aber die Bibel verschweigt nicht, worin unsere Hoffnung begründet ist. In Krisenzeiten, die wir alle im Großen wie im Kleinen kennen, fragt man sich: Was trägt in meinem Leben? Worauf kann ich mich wirklich verlassen? Und da hilft uns der hoffnungsvolle Blick der Bibel auf das Kommen des Menschensohnes. Letztendlich wird allein die Liebe Bestand haben. Das ist in diesem Bild ausgedrückt. Advent heißt: Einerseits den Blick einüben in die Vorläufigkeit vieler Dinge in unserem Leben. Gleichzeitig will der Advent einladen, nach dem Ausschau zu halten, was bleibt. Es ist die menschliche Nähe Gottes, es ist die Liebe, die wir in jeder unserer Begegnungen schon jetzt einüben können. - Das ist die hoffnungsvolle Perspektive, wenn der Evangelist Matthäus vom machtvollen Kommen des Menschensohnes spricht.
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Heilige/r des Tages:
Hl. Kuno von Regensburg, Hl. Maria Bernarda (Verena) Bütler, Hl. Cölestin V
Lesung: Apg. 18,23-28.
Evangelium: Joh. 16,23b-28.