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2. Fastensonntag: Stärkung am WegChristsein ist nichts Statisches, sondern Bewegung und immer wieder neu ein Aufbruch. So wie Abraham ruft uns Gott, aufzubrechen und seinen Verheißungen entgegen zu gehen. Auf diesem Weg braucht es aber immer wieder Stationen der Stärkung. Das heutige Evangelium erzählt uns von einer Stärkung, die Jesus seinen Wegbegleitern schenkt: er ermöglicht ihnen ein Gipfelerlebnis, das ihnen Kraft gibt, in den Schwierigkeiten und Niederungen des Alltags durchzuhalten und nicht aufzugeben. Als Kind habe ich mir immer gewünscht: Gott soll alles Schwere von mir fern halten, wenn ich schon an ihn glaube! Im Lauf meines Lebens habe ich –auch manchmal ein wenig enttäuscht - festgestellt, dass das nicht so ist: Der Glaube bewahrt uns nicht vor Schicksalsschlägen oder vor schweren Herausforderungen. Auch die Gläubigen müssen durch die dunkle Täler des Alltags gehen. Vielleicht fragt sich dann so mancher: Wieso soll ich dann ein Christ werden beziehungsweise einer bleiben? - Diese Frage wird wohl jeder Christ nur für sich selber beantworten können. Bildlich finden wir das im heutigen Evangelium ausgedrückt: Jesus weiß, dass ihm der Weg des Leidens nicht erspart bleiben kann; er möchte, dass auch seine Freunde daran nicht zerbrechen. So nimmt er sie mit auf einen Berg, wo sie einen tiefen Einblick in die Heilsgeschichte Gottes mit dem Menschen erhalten. Von diesem Gipfelerlebnis sind sie so tief beglückt, dass sie es am liebsten festhalten möchten. Lasst uns drei Hütten bauen, sagt Petrus, um das Erlebte und Geschaute fest zu halten. Doch Jesus geht mit ihnen wieder in das Tal hinunter. Jetzt sehen die Jünger zwar nur noch den Menschen Jesu. Aber sie sind durch das Erlebnis andere geworden. Sie haben einen tieferen Einblick gewonnen. Sie haben hinter der verletzbaren Menschlichkeit Jesu das strahlende göttliche Geheimnis des Menschseins aufleuchten gesehen. Das stärkt nun ihren Glauben für ihren weiteren Weg.
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Heilige/r des Tages:
Hl. Kuno von Regensburg, Hl. Maria Bernarda (Verena) Bütler, Hl. Cölestin V
Lesung: Apg. 18,23-28.
Evangelium: Joh. 16,23b-28.