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5. Fastensonntag: Auferstehung im LebenAuferstehung und Ewiges Leben siedeln wir gedanklich meist im Jenseits an: Erst wenn ich tot bin, kann ich auferweckt werden. Erst nach meinem irdischen Leben beginnt das Ewige Leben. Von diesem Ewigen Leben existieren dann die verschiedensten Vorstellungen: vom ewigen Halleluja-Singen angefangen bis zu einem körperlosen Seelentreff im Himmel. Doch das heutige Evangelium gibt uns mit einem Satz aus dem Mund Jesu eine Gedanken-Anregung. Jesus sagt: „Lazarus schläft und ich gehe hin, um ihn aufzuwecken!" Jesus vergleicht den Tod mit dem Schlaf. Und das heißt für mich: Wenn im Schlaf der Tod in dieses irdische Leben herein reicht, dann sicher auch die Auferstehung. Wenn wir vom Schlaf aufstehen und langsam an neuer Lebendigkeit gewinnen, dann ist das etwas wie Auferstehen. Es gibt in unserem Leben viele Momente, wo der Tod schon mitten im Leben erfahrbar ist: wenn wir vor Angst erstarren, wenn uns der Lebensantrieb fehlt, wenn wir an Schuld gebunden sind, wenn wir in einem Teufelskreis von Abhängigkeiten stecken .... usw. Aber genauso gibt es Momente, wo das Ewige Leben schon ins irdische Leben reicht: wenn uns jemand ermutigt, wenn uns jemand vergibt, wenn wir aus unseren Abhängigkeiten und Gefängnissen befreit werden, dann bewirkt der Geist Gottes in uns Auferstehung. Der Benediktinermönch David Steindl-Rast erklärt Ewiges Leben mit höchster Lebendigkeit – Gottes Geist führt uns durch Krisen hindurch zu immer mehr Lebendigkeit, zu mehr Achtsamkeit, mehr Präsenz, mehr Dankbarkeit – und das schon in diesem Leben. So möchte ich mit einem Text von Pfarrer Kurt Marti schließen:
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