Bilder aus dem Pfarrleben
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Palmsonntag

Das Evangelium vom Einzug in Jerusalem ist für uns heute oft nur ein Bild eines scheinbar harmlosen Ereignisses; doch für die jüdischen Zeitgenossen ist es ein Geschehen voll geheimnisvoller Bezüge:
Mit der Art, wie Jesus nach Jerusalem kommt, verbanden die Menschen damals das Kommen des Messias, des ersehnten Königs, der Gottes Recht und Herrschaft bringt.

Es gab damals zwei Gruppen von Menschen, die dieses Ereignis verschieden wahrgenommen haben und daher auch unterschiedliche Positionen zu Jesus eingenommen haben – Vielleicht sind diese beiden Gruppen auch eine Anfrage an uns, wie wir zu Jesus stehen:

 

  1. Die erste Gruppe ist jene kleine Schar von Begleitern, die Jesus von Betphage her begleitet und voll Hoffnung ruft: Hosianna, ach hilf doch! Dieser Ruf aus der Liturgie des Laubhüttenfest war ein Bittruf um Regen, der am siebenten Tag des Laubhüttenfestes zu einem Jubel und Dankgebet für den Regen wurde. - Nun gilt das Hosianna als Lobruf für Jesus, der wie ein fruchtbringender Regen die sehnsüchtigen und ausgetrockneten Menschen beglückt.
  2. Die zweiten Gruppe von Menschen sind die Leute in Jerusalem, von denen der Evangelist Matthäus berichtet: die ganze Stadt geriet in Aufregung, wörtlich erbebte, und man fragte sich: Wer ist das? – Dies sind jene Leute, die Jesus noch nicht erkannt haben, die teils gleichgültig, teils neugierig ihm gegenüberstehen und von denen dann einige auch rufen werden: Kreuzige ihn!

Was erwarten wir von Jesus Christus?

Sind wir bereit dem König der Liebe, der in Armut und Milde kommt, zu folgen?

 

Heute, 22.5.2012

Heilige/r des Tages:
Hl. Rita

Lesung: Apg. 20,17-27.

Evangelium: Joh. 17,1-11a.

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