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Gedanken zur Karwoche Aus: Gisbert Greshake, Und das ist Heute Der Rote Faden, der sich durch die Feier der Kartage zieht, ist das „Heute“. Was damals geschah, ist nicht vergangen, sondern wird immer wieder neu Gegenwart. Denn das scheinbar Vergangene ist nicht fertig und abgeschlossen, es liegt nicht hinter uns, so dass nur rückwärtsgewandte Erinnerung daran heranreicht; nein, was geschehen ist, ist noch nicht an ein Ende gekommen, es ist noch offen dafür, dass wir uns darin einbeziehen lassen. Alle drei Dimensionen der Zeit kommen in unserem Feiern zusammen: a) das Erinnern an das vergangene Ereignis b) das, was sich im Jetzt (hier und heute) neu mit uns ereignet c) und der Blick auf die letzte Vollendung GRÜNDONNERSTAGBeim Letzten Mahl zeigt Jesus feierlich, was sein ganzes Leben war und was es bis in den Tod hinein geblieben ist: Leib, für euch hingegeben; Blut, für euch vergossen. Über dem ganzen Leben Jesu steht dieses Wort: Für euch! Es ist ein Für-Sein für uns Menschen und zugleich ein Für-Sein für den Vater, der durch seinen Sohn die verlorenen Kinder Gottes wieder zur Einheit mit sich und untereinander zusammenführen will. Wenn sich Jesus im Brot reicht, will er uns mit seiner verwandelnden Liebe erreichen. Wie das Brot in unserem Körper wirksam wird, so soll seine Liebe in unserem Leben wirksam werden: das Ja der Liebe kann das Nein des Todes überwinden und wandeln. Wenn wir beim Empfang von Brot und Wein unser „Amen“ sprechen, nehmen wir damit bewusst am Leben Jesu und am ganzen Leib Christi teil. Kommunizieren heißt also: gemeinsame Teilhabe am „Heiligen“ und an der Gemeinschaft aller Heiligen (da gehören auch alle mit dazu, die jetzt noch leben und mit mir zum Leib Christi gehören).
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