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TrostIch war vergangene Woche auf Jungscharlager. Und da gibt es immer wieder Kinder, die Heimweh haben. Ich setze mich dann zu ihnen. Hör ihnen zu. Und manchmal erzähle ich ihnen auch von meinem Heimweh, das ich als Kind erlebt habe. Ich versichere ihnen, dass sie es schaffen werden und am Ende des Lagers sicherlich stolz auf sich sein werden und viele schöne Erfahrungen mitnehmen werden. Wenn jemand mitten in einem Leid drinnen steckt, dann braucht es oft einen Trost, der von außen kommt; es braucht jemanden, dem man vertraut, und der einem wieder Zuversicht und vielleicht eine neue Perspektive schenkt. – Und genau das schenken uns die Texte aus der heutigen Frohen Botschaft: Gottes Wort kehrt nicht leer zurück, sondern bewirkt, wozu er es ausgesandt hat. Die Leiden dieser Zeit werden mit Geburtswehen verglichen und sie bedeuten nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Und schließlich macht Jesus im Gleichnis vom Sämann deutlich, dass der kleine Teil des Samens, der auf guten Boden fällt, genügt, um reichlich Frucht zu bringen. In einer Zeit, in der wir immer wieder von Naturkatastrophen hören und von schrecklichen Schicksalen im Großen wie im Kleinen lesen, tut der Blick der Frohen Botschaft sehr gut. Sie schenkt uns Zuversicht. Gott hat sich nicht verabschiedet. Auch im Leid und Chaos ist er nicht fern. Auch wenn uns seine Wege unbegreiflich erscheinen, das eine dürfen wir wissen: Er wird seinen Plan vollenden. Am Ende wird die Liebe siegen und reiche Frucht tragen. Ein bisschen sind wir in unserer turbulenten Welt vielleicht wie die Jungscharkinder, die am Lager Heimweh haben. Doch die Frohbotschaft tröstet uns und sagt uns: Es wird alles gut.
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