Satt werden ...
2 Sätze aus den heutigen Bibeltexten haben mich zum Nachdenken angeregt: In der Lesung fragt uns der Prophet Jesaja: Warum kauft ihr um Geld, was euch nicht satt macht?
Und im Evangelium heißt es am Schluss: Alle aßen und wurden satt.
Zwischen diesen beiden Polen spielt sich unser Leben ab:
- Wie viele Dinge habe ich mir schon gekauft, die mich nicht satt gemacht haben: wie vieles habe ich im Überfluss, ohne es zu brauchen
- auf der anderen Seite kenne ich das Sattwerden: nach einer schönen Begegnung, bei einem Erlebnis in der Natur, im Zwiegespräch mit Gott
Die Frage aber bleibt immer: „Wo und Wie kann ich rundum satt werden?" – Die Heilige Schrift zeigt uns einen Weg:
- In der ersten Lesung heißt es: Hört, dann werdet ihr leben.
Offene Sinne sind die Voraussetzung, satt zu werden, zu leben. Nur so entdecken wir etwas von der machtvollen Gegenwart Gottes, die uns mit Glück und Frieden erfüllen kann.
- Das zweite ist eine Ermutigung, die dem Bedürfnis, satt zu werden, zunächst scheinbar entgegenwirkt: Statt zu nehmen, sollen wir geben. „Gebt ihr ihnen zu essen!" sagt Jesus zu ihnen. Es ist also wichtig, dass wir alle für einander zur Nahrung werden. Dabei kommt es nicht so sehr darauf an, wie viel wir zu geben haben – Hauptsache ist, dass wir bereit sind, einander zu sättigen. Auch im Geben kann man satt werden.
- Und das dritte ist nicht zur vergessen: Der Lobpreis Gottes, das Vertrauen in ihn. Gott vermehrt und verwandelt die menschlichen Gaben. Jesus spricht deshalb den Lobpreis über die Gaben, bevor er sie austeilt.
Diese drei Aspekte können uns helfen, satt zu werden.
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