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26. So.: Plädoyer für EchtheitIm heutigen Evangelium wird gleich zu Beginn erwähnt, dass Jesus den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes etwas sagen will – also denen, von denen man erwartet, dass sie den Willen Gottes selbstverständlich tun. Jesus erzählt in einer Bildrede davon, dass ein Vater seine beiden Söhne bittet, in seinem Weinberg zu arbeiten. Der erste Sohn sagt sofort Ja, geht aber nicht. Der zweite Sohn will nicht, später reut es ihn aber und er geht doch in den Weinberg, um dort zu arbeiten. Dieses Gleichnis wendet sich also gegen eine rein äußerliche Frömmigkeit. Es ist auch an uns heute gerichtet: Gott verlangt von uns keine geheuchelte oder oberflächliche Religiosität, die nur Fassade ist. Gott will die innere freie Entscheidung eines jeden Menschen. Und da kann es eben sein, dass der eine oder andere länger braucht, bis er den Willen Gottes erkennt und mit seinem Leben bejahen kann. Gott jedenfalls hat mit uns Geduld. Er wartet darauf, dass wir von selber einsichtig werden und das Gute finden und tun.
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