Bilder aus dem Pfarrleben
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Kirchweihe 2011

  1. Zuhause, wo Menschen sind

    Als ich vor kurzem meine Eltern in Wilhelmsdorf besucht habe, bekam ich einen Anruf und wurde gefragt: „Georg, bist du gerade zu Hause?“ Ich hab gesagt: „Ja, ich bin zu Hause, aber im elterlichen Zuhause in Wilhelmsdorf und nicht in Wien.“ Da ist mir bewusst geworden: Ich habe mehrere Zuhause. Zu Hause bin ich überall dort, wo Menschen mich mögen, wo Menschen mich herausfordern, wo Menschen mir Heimat geben.

    Die Dichterin Hilde Domin drückt das poetisch aus, wenn sie sagt:

    Dein Ort ist, wo Augen dich ansehen. 

  2. Zuwendung, die Leben ermöglicht

    Solche guten Augen haben auch den Zachäus angeschaut. Die Zuwendung Jesu hat ihm gut getan. Durch die Augen Jesu erfährt Zachäus: Gott schenkt mir Lebensraum, ich darf so sein, wie ich bin. Er kommt zu mir, er will bei mir wohnen.

    Ich glaube, dass es diese Erfahrung der Zuwendung ist, die es uns ermöglicht, dass wir uns in unserem Leben zu Hause fühlen können. Und durch die Erfahrung der Zuwendung wird es auch möglich, dass wir unser Haus wie Zachäus öffnen können und anderen ein Zuhause, Lebensraum schenken können.

  3. Kirche als Lebensraum, den Gott uns schenkt

    Heute denken wir an die Weihe unserer Kirche. Aber eigentlich feiern wir mehr als ein steinernes Haus: wir feiern die große Gemeinschaft, die vielen Menschen, die hier am Ort Kirche gebildet haben und bilden. Wir freuen uns über die lebendigen Steine. In jedem einzelnen hat Gott Wohnung genommen. Deswegen ist Kirche hier so ein buntes Haus mit vielen Wohnungen. Erst diese lebendigen Steine, die Menschen machen die Kirche hier zu einem Zuhause für viele, zu einem Ort, wo Gottes Liebe erfahrbar wird.

 

Heute, 22.5.2012

Heilige/r des Tages:
Hl. Rita

Lesung: Apg. 20,17-27.

Evangelium: Joh. 17,1-11a.

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