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Allerheiligen - HingabeBei jeder Taufe, die in unserer Kirche stattfindet, gibt es auch die Anrufung der Heiligen. Ich sage denn den Leuten, dass ihr Kind in einen großen Freundeskreis hineingetauft wird. Bildlich ist dieser Freundeskreis in der Kirche dargestellt in den Bildern und Statuen der Heiligen in Fenstern und an den Wänden. Die Heiligen sind also unsere Freunde und nicht irgendwie abgehoben. Und wir dürfen in diesen Freundeskreis hineinwachsen. Oft denken wir aber, die stehen weit über uns, und wir werden nie so gut sein können wie sie. Doch die Heiligen sind nicht perfekt oder fehlerlos gewesen, sondern was sie auszeichnet, das sind ihr Vertrauen und ihre Hingabe. " Hingabe also statt Fehlerlosigkeit oder Perfektionismus! Hingabe ... das ist etwas, das kann ich im Kleinen wie im Großen leben und üben. Ob ich jetzt spazieren gehe oder ob ich mich von jemandem, der mich braucht, ganz in Anspruch nehmen lasse, oder ob ich meine Arbeit einfach und mit Liebe tue. Ewas ohne Fehler oder etwas richtig machen, das können viele in gleicher Weise tun. Doch in der Hingabe sind wir ganz persönlich. Da kommt es nicht auf Quantität und langes Leben an, sondern auf die Herzensintensität. Ich möchte nun das Wort Hingabe noch präzisieren: gemeint ist die Liebe, mit der Gott uns ruft und die er uns schenkt; gemeint ist die Liebe, in der wir zu Menschen nach seinem Bild werden – und da kann sich keiner von einem anderen vertreten lassen. Die Hl. Therese von Lisieux, schreibt, nachdem sie so sehr nach ihrer Berufung, nach ihrem Platz in der Kirche gerungen hat: Ich begriff, dass die Liebe alle Berufungen in sich schließt, Die Heiligen sind uns also Vorbild in ihrer Hingabe und Liebe. Dadurch sind sie uns Freunde und Wegbegleiter. Dadurch zeigen sie uns den Weg, wie wir tiefer das Geheimnis unseres liebenden Gottes entdecken können, IHN selber – nämlich: wenn wir lieben.
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