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33. Sonntag im Jahreskreis - CaritassonntagDer französische Bischof Jacques Gaillot hat einmal den Ausspruch getätigt: „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts!“ und damit ist das Wesentliche der Aufgabe der Kirche ausgedrückt: nicht Nabelschau und Selbstzweck, sondern Dienst und Liebe zum Nächsten ist der Auftrag der Kirche. Die Gottesliebe erweist sich in der Liebe zum Nächsten. Das zweite Vatikanische Konzil formuliert das etwas trockener so: „Die Kirche ist Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott und die Einheit der ganzen Menschheit.“Daher sollten wir uns fragen lassen: Verstehen wir uns als Kirche so? Als ein Zeichen der Einheit? Lassen wir uns als Werkzeug für den Dienst an den Menschen gebrauchen, sodass unsere Mitmenschen dadurch die Liebe Gottes erfahren können? Im Beispiel Jesu vom Barmherzigen Samariter geht es nicht um eine Tempelschelte oder um ein Schlechtmachen der religiösen Praxis. Das Gleichnis beschreibt vielmehr, worauf alle religiöse Praxis hinzielen muss: Gottes Zuwendung soll spürbar werden. Die Menschen sollen das Heil erfahren, das uns von Gott versprochen ist. Im Gleichnis wird deshalb die Zuwendung sehr ausführlich geschildert: das Mitgefühl des Samaritaners, seine beständige Fürsorge von der Wundversorgung über den Krankentransport (den Berg hinauf), die Unterbringung, die Vorkasse, die Ankündigung wiederzukommen. Die Liebe zu Gott wird also in der Liebe zum Menschen konkret. Das ist die Erfüllung der religiösen Praxis. Danken möchte ich heute allen, die durch ihr Leben so ein Beispiel geben, besonders unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pfarrcaritas. Auch unserer Pastoralassistentin Teresa Melik darf ich in diesem Zusammenhang danken; sie wird sich mit dem heutigen Tag aus der Pfarrarbeit in die Pension verabschieden, aber vielleicht wird sie eben in der Caritas – die ihr immer wichtig war – ehrenamtlich weiterarbeiten.
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