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4. Adventsonntag - Gottes HausDie heutige Lesung erzählt vom König David, der gerade in einer Phase des Friedens und des Wohlstandes zum Nachdenken kommt: ihm wird plötzlich bewusst, dass er selber in einem herrlichen Palast aus Zedernholz wohnt, die Lade Gottes aber, das Allerheiligste, ist in einem einfachen Zelt untergebracht. Das beschämt ihn ein wenig und so lässt er den Propheten Natan rufen und teilt ihm mit: „Ich möchte für Gott auch einen Palast bauen.“ Auf den ersten Blick ist das Vorhaben Davids lobenswert, doch bei näherer Betrachtung kommt auch die Vermutung auf, dass David nicht nur sein eigenes Leben und sein Reich, sondern auch Gott im Griff haben möchte. Es ist eine Versuchung für jeden Menschen, Gott festhalten und einkasterln zu wollen. Wir möchten Gottes Gegenwart in unserem Leben absichern und festhalten. Doch Gott lässt sich nicht fest halten und nicht einkasterln. Er ist der Lebendige, die Schöpferkraft, die Stimme, die uns berührt. - Daher richtet Gott dem König David durch den Propheten Natan aus: Dieses bleibende Haus, das Zelt Gottes auf Erden, das ist der Mensch. Wie Maria dürfen wir auf lebendige Weise Wohnung Gottes werden. Und auf Weihnachten umgelegt: Weihnachten ist genauso wenig machbar wie man Gott ein Haus bauen kann. Wie können Weihnachten nur zulassen, indem wir Gott wirken lassen.
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