Bilder aus dem Pfarrleben
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5. Sonntag im Jahreskreis: Auftrag zum Heil

Ev. Mk. 1,29-39

Egal ob jemand religiös ist oder nicht – viele empfinden so wie Ijob, jener leidgeprüfte Mann aus dem AT, der sagt: Ist nicht Kriegsdienst des Menschen Leben auf der Erde?

Ich habe mich oft gegen diese Sicht des Lebens gewehrt: wenn mein Vati immer wieder einmal betont hat, das Leben sei kein Honiglecken sondern ein Kampf.

Das Evangelium erinnert uns daran, dass Gott die Not der Menschen nicht übersieht, er stellt sich in Jesus den leidenden Menschen: Jesus lässt sich in Anspruch nehmen von den Sorgen; am Abend bringt man viele Kranke zu ihm, und er heilt viele. – Ich wünsche mir, dass auch wir immer wieder unser Leid zu Jesus Christus bringen können, dass wir aus der Begegnung mit ihm neue Kraft und Zuversicht schöpfen.

Der Schluss des Evangeliums scheint mir auch noch wichtig: Jesus hat nicht alle geheilt und er ist auch nicht auf Knopfdruck verfügbar. Denn als er sich zurückzieht, laufen die Menschen ihm nach und meinen fast vorwurfsvoll: Alle suchen dich! - Doch er möchte auch noch in anderen Dörfern die Frohe Botschaft von der Nähe Gottes verkünden.

Ich nehme mir aus den Bibeltexten folgende Anregungen mit:

  1. Ich darf wie Ijob über die Lasten des Lebens klagen – das heißt nicht raunzen, wo ich nur bei mir selber bleibe. Meine Klage ist an Gott gerichtet, an ein „Gegenüber". Vielleicht werden manche Sorgen schon durch das bewusste Aussprechen leichter.
  2. Ich darf darauf vertrauen, dass Gott meine Not sieht und Linderung schenkt – auch wenn nicht alles sofort gut wird.
  3. Als Christen ist unsere Gabe und Aufgabe die Verkündigung der frohen Botschaft. Es ist mir dabei Entlastung, zu wissen, dass auch Jesus nicht alle heilen konnte sondern nur einen Anfang gesetzt hat.

 

 

Heute, 22.5.2012

Heilige/r des Tages:
Hl. Rita

Lesung: Apg. 20,17-27.

Evangelium: Joh. 17,1-11a.

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