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6. Sonntag im Jahreskreis: ReinheitGedanken zu den heutigen Schrifttexten - Lev 13,1-2.43-46; 1 Kor 10,31-11,1; Mk 1,40-45 - von Mag. Katharina Prammer Der Werbeslogan „Nicht nur sauber, sondern rein!“ impliziert einen qualitativen Unterschied zwischen sauber und rein. „Sauber“ meint ganz ok zu sein, „rein“ geht tiefer, es meint, völlig mit sich, den Mitmenschen und Gott im Reinen sein. Wenn im Buch Levitikus erklärt wird, dass man Menschen, die an bestimmten Formen von Hautausschlag leiden, aussondern muss, ist das eine hygienisch sinnvolle Maßnahme. Dass diese Menschen aber von der Gemeinschaft und auch von der Gottesbeziehung ausgeschlossen werden, weil sie auch als kultisch unrein gelten, ist für die Betroffenen besonders schlimm. Wir können uns die Frage stellen, wie wir diverse Unreinheiten unseres Lebens ins Reine bringen können. Paulus schreibt den Korinthern „ob ihr esst oder trinkt oder etwas anderes tut, tut alles zur Verherrlichung Gottes“. Im Evangelium hat Jesus ganz einfach Mitleid mit dem Unreinen. Er berührt ihn und holt ihn so wieder in die Gemeinschaft herein. Es ist eine berührende Szene im wahrsten Sinn des Wortes. Wenn wir den Text aus der Perspektive des Unreinen lesen, zeigt er uns, wie eine gesunde/reine Christusbeziehung aussehen kann. „Jesus, wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.“ Das ist pures Vertrauen. Wie gesund und vertrauensvoll ist unsere Christusbeziehung? Trauen wir uns das auch zu sagen: „Jesus, wenn du willst, kannst du mein Leben bereinigen“?
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