Bilder aus dem Pfarrleben
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12. Sonntag im Jahreskreis: Die Geburt Johannes des Täufers

Das heutige Evangelium erzählt von einer Namensgebung.
Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten:
Namen können Familientraditionen betonen,
mit einem Namen kann aber auch bewusst eine ganz neue Seite im Familienalbum aufgeschlagen werden.

Das Leben Johannes des Täufers steht von Anfang an unter dem Zeichen der Ausnahme, des Unerhörten. Die Eltern hatten ja alle Hoffnung auf Nachwuchs begraben, als ihnen ein Kind geschenkt wurde. Der Name des Kindes spricht von diesem Wunder. Er drückt den Dank von Vater und Mutter aus – „Gott ist gnädig" –
und nimmt das Kind zugleich aus dem engen, offenbar allzu engen Familienzusammenhang heraus, den die Verwandten so energisch einfordern: Der Sohn muss doch so wie der Vater heißen, Zacharias!

Doch mit Johannes beginnt etwas beispiellos Neues, das jeden Rahmen sprengt. Gott befreit. Gott ist gnädig.

Für uns heute würde ich folgende Botschaft heraus lesen:
Wenn wir in Gewohnheiten erstarren – und das ist nicht nur in der Kirche so – dann setzt Gott von sich aus einen neuen Anfang – ein Zeichen der Hoffnung – aus Gnade. Johannes heißt ja: Gott ist gnädig.

Das ist trostvoll, dass Gott uns zu Hilfe kommt, wo wir nichts mehr Neues bringen können.

 

Heute, 22.5.2013

Heilige/r des Tages:
Hl. Rita

Lesung: Sir. 4,12-22.

Evangelium: Mk. 9,38-40.

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